Die Wohnengel: Küche mit Aussicht

Lohmar ist ein kleines Städtchen in der Nähe von Köln. In einem seiner ältesten Häuser wohnt die Rentnerin Juliane Aust. Sie hat sich in ihrer Küche 30 Jahre lang sehr wohl gefühlt. Nun aber soll frischer Wind her. Angeregt von ihren Kindern hat sich die agile Dame für einen wohnlichen Neuanfang entschieden, und der soll rund um den Herd starten. Innovative Ideen sind gefragt, und so hat Juliane die Wohnengel zur Hilfe gerufen. Die sind gleich zur Stelle und machen sofort einen Plan zur „neuen sanften Frische“.

Der Plan der Engel

Erst mal legen die Engel ein erfrischendes Farbkonzept fest. Die Lieblingsfarbe von Juliane ist orange. Sie soll auch in der neuen Küche wieder auftauchen. In Kombination mit pastellgelb und türkis wird hier eine völlig neue Wohnatmosphäre entstehen. Bevor die Wände gestrichen werden, wollen die Engel neu tapezieren und anschließend diese „Leinwand“ zur weiteren künstlerischen Gestaltung nutzen. Boden und Wand werden nicht klassisch gefliest. Hier haben Katrin und Julia eine andere Lösung im Blick. Die Möbel und farblich abgestimmte Deko werden lebensfrohe Farbakzente setzen.

 

Farbige Kreationen auf Strukturtapete

Die alte Raufaser in Julianes Küche wird durch weiße Glasfasertapete mit Kästchenmuster ersetzt. Die Kästchen werden später von den Engeln als Gestaltungselement genutzt. Doch zuerst wird die Grundfarbe aufgetragen. Engel Julia und Malermeister Karl-Heinz Rösberg streichen mit einer pastellgelben Latexfarbe für ca. 4 Euro pro Liter. Die eignet sich auf Grund ihrer hohen Abriebbeständigkeit besonders gut für die Wandgestaltung in einem stark beanspruchten Raum wie der Küche.
Nach etwa sechs Stunden ist die Farbe getrocknet. Jetzt kleben Julia und der Maler ein Gitter aus Malerkrepp auf Teilbereiche der Tapete, wobei sie sich an deren Struktur orientieren. Diese Stellen sollen farbig gestaltet werden. Das Gitter wird an seinen Innenrändern zusätzlich mit Acryl bestrichen. Das verhindert, dass die Farbe unter das Kreppband läuft und ergibt schön gerade Kanten. Mit Innendispersionsfarbe in orange werden die Strukturkästchen ausgemalt, das Kreppband anschließend abgezogen. Auf diese Weise entsteht an zwei Wänden der Küche in eineinhalb Meter Abstand vom Boden eine Bordüre aus orangen Quadraten.

 

Linoleum für Boden und Wand

Linoleum wird wegen seiner hohen Belastbarkeit geschätzt. Was die wenigsten wissen: Das robuste Material eignet sich nicht nur für die Bodengestaltung. Als Alternative zum klassischen Fliesenspiegel wollen die Engel es auch an der Wand anbringen, und zwar in türkis. Der von Fettspritzern betroffene Bereich rund um die neue Dunstabzughaube in moderner Edelstahloptik wird ebenso mit Linoleum ausgestattet. Das Material wird zum besseren Schutz zusätzlich versiegelt, und das Verlegen sollte durch eine Fachkraft erfolgen, denn hier ist professionelle Exaktheit gefragt.

Im Fachhandel kann man nach gründlichem Ausmessen entsprechende Stücke Linoleum in beliebiger Farbe bestellen. Je nachdem, wie groß die benötigten Stücke sind, lohnt es sich, nach Reststücken zu fragen, denn die sind noch mal deutlich günstiger als die Ware vom Meter. Für den Boden benötigen die Engel ca. zehn Quadratmeter, für die Teilstücke an den Wänden noch mal ca. 3,5 Quadratmeter. Pro Quadratmeter kostet das Linoleum, das die Engel ausgewählt haben, 30 Euro.

Engel Julia steht Fachmann Metin beim Anbringen des Linoleums mit Tatkraft zur Seite. Mit einem speziellen Kleber aus dem Fachhandel werden zuerst die Wandstücke auf ihrer Rückseite dick eingestrichen, und dann wird auch der Wandabschnitt mit Kleber versehen. Anschließend wird das Linoleumstück zu zweit vorsichtig an die Wand angelegt und fest angedrückt. Luftblasen werden vorsichtig seitlich ausgestrichen, bis alles plan an der Wand klebt.

Nachdem die Wandbereiche mit Linoleum versehen sind, ist der Boden dran. Eine Spachtelmasse dient als Haftgrund. Sie wird mit einem Zahnspachtel gleichmäßig auf dem Estrich aufgetragen, und zwar zuerst in nur einer Hälfte des Raumes. Denn: Nicht jeder verfügt über schwebende Engelskräfte, deshalb lohnt es sich beim Verlegen so vorzugehen. So kann man den bereits verlegten Boden problemlos als Standfläche nutzen.

Engel Julia und Fachmann Metin arbeiten schnell, denn sobald die Spachtelmasse in der bearbeiteten Raumhälfte leicht angetrocknet ist, wird das Linoleum darauf ausgerollt. Der neue Bodenbelag wird mit den Händen fest an den Untergrund gedrückt. Erst dann ist die zweite Raumhälfte dran. Nach 24 Stunden ist der Boden wieder begehbar. Er ist nicht nur sehr belastbar, sondern auch sehr pflegeleicht. Hier hinterlässt so schnell keine Küchenpanne einen bleibenden Schaden.

 

Zeitlos schöne Küchenmöbel

Bei der Auswahl der Küchenmöbel haben die Engel ein zeitloses Design in einem zarten Vanilleton gewählt. Die neuen Möbel schaffen eine gemütliche Wohnlichkeit und bieten reichlich Stauraum sowohl für das Alltags- wie auch für das Tafelgeschirr von Juliane. Tisch und Stühle positionieren die Engel an Julianes Lieblingsplatz vor dem Fenster zum wunderschönen Blumengarten. Jetzt kann hier zeitgleich Kaffee getrunken und die Blumenpracht bestaunt werden. Insgesamt hat die neue Küche für Juliane rund 5.000 Euro gekostet.

    

Einrichten und Ausdekorieren

Bei der Auswahl der Deko haben die Engel das Farbkonzept aufgegriffen und entsprechende Tischsets und Geschirrtücher besorgt. An der Wand finden Bilder mit floralen Motiven in zeitlos modernen Bilderrahmen Platz. Ein Dekotipp der Engel: Nicht alle Vorräte müssen in Schränken verschwinden. So machen sich Kaffeebohnen, bunter Reis oder farbige Linsen in schönen Vorratsgläsern als Dekoration sehr gut.

Juliane ist begeistert, als sie ihre Küche im frischen neuen Look sieht. Sofort will sie Kaffee aufbrühen, um mit den Engeln am Fensterplatz den Ausblick in den Garten zu genießen. Die sind auch zufrieden und lassen sich jetzt gerne zu einer guten Tasse Kaffee einladen.


So locker und so leicht: Die Engel gestaltenim Handumdrehen.


Höllisch ...

... Himmlisch!

Höllisch ...

... Himmlisch!


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