Die Wohnengel: Maltechniken

Eine einzige Wand birgt viele Gestaltungsmöglichkeiten, und deshalb wollen die Engel diesmal verschiedene Effekte ausprobieren. Dabei steht ihnen Malermeister Manfred Wevers mit Rat und Tat zur Seite.

Der Plan der Engel

Um die vielen Variationen deutlich zu machen, nutzen die Engel große MDF-Platten, die mit weißer Innendispersionsfarbe grundiert oder Vliestapete beklebt sind. Das verhindert, dass das Holz die verwendeten Farben oder Putze aufsaugt, und auf diese Weise kommt die Art der Gestaltung richtig zur Geltung.

 

Natursteinputz

Die Engel beginnen mit Natursteinputz: Dieser ist lösemittelfrei und emissionsarm und für Innenräume geeignet. Ein Quadratmeter kostet ca. 7 Euro. Die Art des Auftrags mit einer Kelle ist die gleiche wie bei normalem Putz. Der Putz unterscheidet sich nur durch die Art der Körnung – denn diese reicht von 1,0 bis 1,5 Millimetern. Der Putz ist in 16 verschiedenen Farben erhältlich. Eine hell vorgestrichene Holzplatte bewirkt ein zart schimmerndes Ergebnis. Intensiver wird es, wenn die Grundierung farblich auf den Putz abgestimmt ist.

Streichputz

Eine weitere Platte bearbeiten die Engel mit Streichputz für ca. 60 Cent pro Quadratmeter. Der Putz wird mit der Glättekelle aufgetragen. Wichtig ist, dass man dabei nicht zu fest drückt, denn dann entstehen unerwünschte Rillen. Nach diesem ersten Schritt lässt sich der Putz, solange er noch feucht ist, modellieren. Katrin beginnt mit einer ovalen Deckenbürste, mit der sie schwungvolle Strukturen herausarbeitet. Malermeister Manfred Wevers zeigt Julia, wie man Kellenkanten macht – die sind nicht ganz einfach und brauchen eine etwas erfahrenere Hand. Nach ca. fünf Stunden ist der Putz ausgehärtet. Mit einer Innendispersionsfarbe wird er von den Engeln nun noch gestrichen. Durch die satte Farbe ist die Wirkung noch intensiver.

 

Metallic: mal was anderes

Metallicfarbe ist mal etwas ganz anderes. Die Engel streichen damit die Vliestapete auf der Musterwand. Ein Quadratmeter dieser Farbe kostet ca. 2,60 Euro. Verschiedene Farbnuancen sehen schon ohne weitere Bearbeitung toll aus, trotzdem setzen die Engel durch zusätzliche Gestaltungen noch einen drauf. So verleihen sie dem Ganzen Struktur durch eine Lappenwalze. Das ist eine Lederlappenrolle, mit der man den Eindruck einer Wickeltechnik erzeugen kann. Man sollte dabei kreuz und quer und nicht in Bahnen arbeiten, damit ein aufgelockerter Effekt entsteht.

Katrin macht eine weitere Variation dieser Technik: Über den angetrockneten Metallicanstrich in Korallenrot kommt ein zweiter in Perlmutt. Bevor die Farbe trocknet, kommt wieder die Lappenwalze zum Einsatz. Sie trägt partiell Farbe des Zweitanstriches ab, so dass in den Zwischenräumen der erste Anstrich hindurchschimmert. Sieht fast aus wie Positiv und Negativ eines Fotos.

Weiter geht es mit einem Naturschwamm. Der sollte, wie jedes Gestaltungswerkzeug, leicht angefeuchtet sein. Julia betupft ein Quadrat mit perlmuttfarbener Metallicfarbe.

Während Katrin einen weiteren Metallic-Farbton aufträgt, probiert Julia eine Tupftechnik aus. Dazu hat sie ein Fensterleder zu einem Bündel zusammengeschnürt, mit dem sie die Farbe aufträgt. Wichtig ist, nicht zu viel Farbe aufzunehmen oder überschüssiges auf einem Stück Pappe abzutupfen. Tipp: Vor dem Start an der eigentlichen Wand sollte man anderswo ein bisschen üben, z.B. auf einem Stück Pappe.

   

Das Ergebnis

Das Ergebnis der verschiedenen Wandgestaltungsmöglichkeiten lässt sich sehen. Zwar braucht man bei der Verarbeitung von Buntstein- oder Streichputz etwas Erfahrung, aber die verschiedenen Maltechniken in Metallic mit Lappenwalze, Fensterleder oder Naturschwamm lassen sich, mit etwas Geschick, kinderleicht nachmachen.

 

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